Das Weinbaugebiet Bordeaux, auf Französisch Bordelais ist die westlichste Weinregion Frankreichs und befindet sich in der Nähe der gleichnamigen Stadt. Es ist das größte zusammenhängende Anbaugebiet der Welt für Qualitätswein und liegt an den Flüssen Garonne und Dordogne, die sich dort zur Gironde vereinigen. Schaut man von oben auf eine Karte des Bordeaux, so kommen die Garonne und Dordogne von "rechts unten", fließen zur Gironde zusammen und münden dann "links oben" ins Meer. Dadurch ergibt sich ein linkes und ein rechtes Ufer und genau diese beiden Ufer helfen bei der Orientierung in Sachen Rebsorten im Bordeaux. Anbaugebiete, auf der linken Seite produzieren Weine, die durch die Rebsorte Cabernet Sauvignon dominiert werden. Hier liegt auch die wohl bekannteste Appellation des Bordeaux, das Médoc. Auf der rechten Seite dominiert in der Regel der Merlot die Weine. Hier liegen das feine Pomerol sowie die Appellation Saint-Émilion. Die Landschaft des Bordelais, das auf dem 45. nördlichen Breitengrad liegt, ruht auf einem riesigen Kalksteinsockel aus dem Tertiär. Dieser tritt allerdings nicht überall zutage, sondern ist zumeist von eiszeitlichen Ablagerungen aus Sand und Kies bedeckt. Sie wurden von den Flüssen Isle, Dordogne und Garonne herangetragen. In Bordeaux gibt es ein stark ausdifferenziertes System von über 50 Appellationen.
Auf einer Anbaufläche von rund 110.800 Hektar produzieren rund 3.000 Châteaux ca. 5,7 Million Hektoliter Wein pro Jahr.